Mit unruhigem Herzen einfach vor Gott

Gedanken von Pater Gasto

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

fast jeder von uns möchte sich Zeit für sich nehmen und sich erholen. Für viele von uns sind die Sommerferien die Zeit, in der wir mehr Ruhe und Zeit haben. Wir machen Urlaub, wir besuchen Freunde, wir gehen wandern und staunen über die Natur. Manchmal gelingt es uns, diese Tage zu erleben, ohne dass wir über viele Sachen nachdenken, die unsere innere Ruhe zerstören können, und manchmal auch nicht. Beim Lesen habe ich einen schönen Text von Benedikt Müntnich gefunden, der uns ermutigt auch mit unseren unruhigen Herzen einfach vor Gott zu kommen.

Er schreibt:

Wir machen beim Beten oft den Fehler, etwas Besonderes zu erwarten. Wenn das nicht eintritt, sind wir enttäuscht und geben auf. Aber Gott will gar nichts Besonders. Er will nur, dass wir mit unseren unruhigen Herzen einfach vor ihm da sind. Durch ihn wird unsere Seele still. Vielleicht passiert für den Augenblick nicht viel. Aber Gott lohnt das Warten auf ihn - mit dem Glück seiner Gegenwart, das zumeist ein stilles Glück ist, aber dann ist es von Dauer. Gott ist wirklich der liebende Gott, auch wenn es das völlig ungeschmälerte Glück in diesem Leben nicht gibt. Dieses ist uns für das ewige Leben aufbewahrt. Und doch: Gott ist wirklich da in unserem Leben! Der Heilige Geist bewirkt, dass dieses Vertrauen in unserem Herzen ist.

Mit diesen Worten wünsche ich Ihnen noch eine ruhige Sommerferien-Zeit und bleiben Sie gesund. Ich freue mich schon auf unsere weitere Begegnung nach den Sommerferien.

P. Gasto