Pfarrer Franz Pitzal beendet seinen pastoralen Dienst

Nach 50 Jahren als Priester und nach 48 Jahren als Pfarrer hat Pfarrer Franz Pitzal seinen pastoralen Dienst auf eigenen Wunsch beendet. Wir verabschieden ihn in seinen Ruhestand. Seine Entscheidung in den Ruhestand zu gehen, weckt in vielen Gemeindemitgliedern und in den Menschen, die hier leben, Erinnerungen an gemeinsame Erfahrungen. Er hat viele Menschen begleitet und das Leben der Gemeinde mit seiner ganzen Art geprägt.

Kommen und Gehen gehören zum Leben dazu. Das Wichtigste dabei ist die Zeitspanne dazwischen: Die Erfahrungen, die man miteinander macht. Das, was man als Christinnen und Christen miteinander lebt und initiiert. Als Pfarrer hat sich Franz Pitzal auf vielen Ebenen bewegt. Eine Fülle von Fähigkeiten und Gaben hat er dabei eingebracht: Seelsorger sein, doch auch Manager und Kommunikator bis hin zum Werbeträger in Sachen Kirche und Religion. Mit ganzem Herzen hat sich Pfarrer Pitzal diesen Aufgaben gewidmet. Ohne Wenn und Aber hat er über vier Jahrzehnte diese Gemeinde hier in Renningen und Malmsheim geprägt und zum Teil auch Weissach und Rutesheim. Dafür sind wir sehr dankbar. Diese Zeit ist kostbar.

Der Kern des Glaubens und des Lebens als Seelsorger ist es, Menschen in der Hoffnung zu stärken. Durch seinen Glauben und seine Begabungen hat Pfarrer Pitzal viele Menschen bewegt - bei der Feier der Sakramente, in Trauersituationen oder bei der Begegnung beim Hausbesuch. Menschen besuchen und ihnen zeigen, wie wichtig sie sind, war seine Stärke. Seine Grundbotschaft war „Hoffnung schenken“. Immer wieder hat man Pfarrer Pitzal sagen hören: „Wir müssen an der Seite der Menschen stehen und sie stärken und begleiten“. Dies hat er gern gemacht unabhängig von Religion oder Herkunft. Ob Jung oder Alt – alle waren willkommen. Wir danken ihm für seine Begeisterung und für die Freude am Evangelium.

Der Blick über den eigenen Kirchturm hinaus war Pfarrer Pitzal wichtig. Über 100 Länder dieser Welt haben Unterstützung von der Gemeinde in Renningen erhalten. Das war vor allem durch das Engagement für die Renninger Krippe möglich. 41 Krippenjahre – 41 Krippenbauten. Jede Krippe hatte ein eigenes Thema, von dem sich viele Menschen angesprochen fühlten und ergriffen waren. Viele Menschen kamen jedes Jahr wieder. Das Wichtigste dabei war nicht nur, die Krippe anzuschauen, sondern die Gemeinschaft und die Begegnungen und vor allem die Gespräche, die dadurch entstanden sind. Der Sinn der Krippe war nicht allein, Spenden zu sammeln, sondern vielmehr noch, Gemeinschaft zwischen Menschen zu stiften. Millionen von Menschen weltweit wurde mit den Spenden geholfen, viele Einrichtungen wurden gebaut: Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten, Kindertagesstätten. Wasserbrunnen entstanden, Schulgeld wurde finanziert. So danken mit uns heute Menschen aus allen Ecken der Welt. Dank gilt nicht nur Pfarrer Pitzal, sondern auch all seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den ehrenamtlichen Krippenbauern und den Sekretärinnen und Kirchenpflegerinnen, die mit im Einsatz waren. Eine lange gute Tradition geht zu Ende, die Erinnerung bleibt und es bleibt das Krippenmuseum als Erbe aus über 40 Jahren.

Seine Leitungsaufgabe hat Pfarrer Pitzal zusammen mit den Rätinnen und Räten der Gemeinde wahrgenommen und die Gemeinde entwickelt. Er verstand sich als Ermöglicher. Durch seine Art, Menschen zu ermöglichen, auf ihre Weise den Glauben zu leben, sind viele schöne Projekte entstanden wie etwa Musikgruppen, Kinderkirche, Gebetskreise usw. Eine am Menschen orientiert verstandene Leitung schafft einen Raum für die Freude am Evangelium, für die Entwicklung des Gemeindelebens und einen Ort, wo jede und jeder angesprochen wird und sich angenommen fühlen kann.

Die Aufzeichnung vom Gottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrer Pitzal in den Ruhestand am 13.2.22 in St. Bonifatius können Sie über diesen Link anschauen: https://youtu.be/A9Ns_eemtFo

In Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aller ehrenamtlichen Frauen und Männer, im Namen des Kirchengemeinderates und des Pastoralteams sage ich danke für die vielfältige Zusammenarbeit. Vergelt‘s Gott“! Ich sage es bewusst: Gott vergelte Dir das viele Gute, das Du uns allen getan hast! Gott segne Dich!

Pater Gasto Lyimo Cssp.

Leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit CleBoRa (St. Clemens, Rutesheim, St. Bonifatius Renningen, St. Raphael Rutesheim)

Kontakt

PostanschriftMuseum Renninger Krippe
Hauptstr. 8
71272 Renningen  
E-Mailfp-stiftung-renningen(at)web.de
Homepage Krippenstiftungwww.franz-pitzal-stiftung.de
www.Renninger-Krippe.de
Privatanschrift
Pfarrer i.R. Franz Pitzal
Kleine Gasse 13, 71272 Renningen
0172 7257880

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Mit der Franz Pitzal Stiftung Renninger Krippe soll vorrangig notleidenden Kindern in aller Welt geholfen werden.

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Herzlichen Dank!

Eine umfangreiche Bildersammlung der Renninger Krippe der vergangenen Jahre befindet sich im virtuellen Heimatmuseum: Heimatverein Rankbachtal - RENNINGER KRIPPE (virtuelles-heimatmuseum-rankbachtal.de)

Weitere Bilder der Renninger Krippe: Gablenberger-Klaus-Blog