Ausstellungseröffnung „Herausforderung Religionsfreiheit“

In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Artikel 18) der Vereinten Nationen heißt es: „Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.“ *

In den ca. 200 Ländern der Erde gibt es etwa 60, in denen etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung leben, die sich nicht nur nicht an dieses Grundrecht halten, sondern Glaubende mit der staatlich unerwünschten Religion in der Ausübung der selben behindern, sie verfolgen oder gar töten.

Die Ausstellung will Daten und Fakten zur eigentlich verbrieften Religionsfreiheit liefern. Es kommt die Charta der Vereinten Nationen zu Menschenrechten genauso „zu Wort“ wie die entsprechenden Artikel des Grundgesetzes und die Glaubensvorgaben der anderen Religionen.

Im Eröffnungsvortrag am 27. Juni 2026 ergänzte Herr Stefan Stein die dürren Fakten durch eine Vielzahl von Berichten aus den einzelnen Ländern. Nach Vortrag und Fragerunde konnte man sich vor der Kirche bei Getränken und Knabberzeug austauschen.

Eine Spendenbox stand bereit und wurde durch die Kollekte vom Sonntagsgottesdienst ergänzt, in dem Herr Stein noch einmal zu Wort kam.

Bis 26. Juli haben Sie Zeit, die Ausstellung in der St. Clemens Kirche anzuschauen. Zusätzlich liegt eine Vielzahl von Infomaterial bereit.

Die Kirche ist täglich von Sonnenauf- bis -untergang geöffnet. Nach der automatischen Schließung am Abend ist der Ausgang jederzeit möglich.

Als Folge ihrer Arbeit vor Ort initiierte „Kirche in Not“ vor mehr als 10 Jahren den „Red Wednesday“, meist am Buß- und Bettag im November. Kirchen werden von außen oder innen rot angestrahlt. Das Rot steht für das vergossene Blut der Menschen, die für ihren Glauben gestorben sind.

Die verschiedenen Kirchengemeinden in Weissach und Flacht haben im Jahr 2025 das erste Mal in ökumenischer Verbundenheit bei dieser Aktion mitgemacht. Auch dieses Jahr wollen wir das wieder tun.

Das Team der ökumenischen Erwachsenenbildung Weissach / Flacht

* (https://www.kirche-in-not.de/helfen/mitmachen/wanderausstellung-herausforderung-religionsfreiheit/)

60 Jahre Sternsinger in St. Clemens

„Schule statt Fabrik - Sternsingen gegen Kinderarbeit“ war das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion. 66 Kinder haben vom 2. bis 6. Januar 2026 den Segen in die Häuser gebracht und dabei Spenden für Kinder der Ayoreo in Bolivien gesammelt.

In diesem Jahr konnten wir 60jähriges Sternsingerjubiläum in unserer Gemeinde feiern. Der festliche Auftakt, die Aussendungsfeier fand im Rosa-Körner-Stift statt und war bewusst generationenübergreifend gestaltet. Der Flachter Posaunenchor sorgte für eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung, und Bürgermeister Jens Millow richtete ein herzliches Grußwort an alle Beteiligten.

Am 6. Januar folgte ein feierlicher Gottesdienst mit Pater Gasto, der ganz im Zeichen der 60-Jahr-Feier stand. Besonders bewegend war, dass auch Zeitzeugen der ersten Sternsingergruppen vor 60 Jahren zu Wort kamen. Mit persönlichen Erinnerungen ließen sie die Anfänge der Aktion lebendig werden und machten deutlich, wie viel Herzblut schon damals dabei war.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Bilderrückblick aus sechs Jahrzehnten, der viele Erinnerungen wachrief. Als Zeichen der Verbundenheit zwischen Gegenwart und Zukunft wurde zudem eine Zeitkapselgepackt. Sie enthält Erinnerungsstücke der diesjährigen Sternsingeraktion und soll eine Brücke für kommende Generationen schlagen, damit auch in Zukunft Kinder den Stern weitertragen. 

Begleitend zum Jubiläum zeigte eine Ausstellung am Gemeindehaus,was die Kinder der diesjährigen Aktion motiviert, bei den Sternsingern mitzumachen. Ihre Gedanken und Wünsche machen deutlich, dass die Botschaft der Sternsinger auch heute nichts von ihrer Bedeutung verloren hat. Mit ihrem Einsatz unterstützen sie Hilfsprojekte weltweit und zeigen, dass auch kleine Schritte vor Ort Großes bewirken können. Herzlichen Dank an die Sternsinger und ihre Begleiter für dieses enorme Engagement.

Danke auch an alle, die gespendet haben! Die genaue Spendensumme wird Anfang Februar bekannt gegeben. 

Erntedank am 6. Oktober 2024

Am 06.10.24 feierten wir das Erntedankfest als Familiengottesdienst, bei dem der Altarraum mit prächtigen Gaben unserer Natur geschmückt war. Begleitet wurde der Gottesdienst vom Kinderhaus Regenbogen. Die Kinder brachten beim Einzug in die Kirche ihre reich gefüllten Gabenkörbchen mit und sagen einige Lieder. Während des Gottesdienstes erinnerte Pater Gasto daran, wie wichtig die Natur für uns ist und wir dankten Gott für die Gaben der Schöpfung. Ältere Kinder erzählten uns, wie Gott alles wachsen lässt und wie alles auf der Erde - die Pflanzen und die Tiere - zusammengehört. Dann hörten wir von einem Apfelbaum, der vor vielen Jahren dem Kinderhaus Regenbogen geschenkt wurde und den die Kinder beobachten, wie er sich während der Jahreszeiten verändert.

Gefreut haben wir uns auch über den Besuch von Pater Edward. Wie Pater Gasto und Pater Chidi gehört er dem Spiritaner Orden an. Er kommt ursprünglich aus Kenia, arbeitete von 2012 bis 2015 in Deutschland, und ist jetzt Leiter der Spiritaner-Kongregation in Australien und Papua-Neuguinea.

Bevor das Erntedankfest beim Ständerling ausklang, bekam jeder noch ein Päckchen Kressesamen und einen leckeren Apfel vom besagten Apfelbaum des Kinderhauses Regenbogen geschenkt. Die Erntedankgaben und Kollekte gehen an die Leonberger Tafel.

Ohne die Unterstützung vieler wäre ein solch schöner Gottesdienst nicht möglich. Wir bedanken uns bei den Kindern und Erzieher/innen des Kinderhauses Regenbogen für die liebevolle Vorbereitung, bei den älteren Kindern unserer Gemeinde für das Vorlesen der Texte und bei Maria Rehr, Alexandra Grossert, Ulrike Schurr, Alessandra Saggio und dem Bastelkreis für die Gestaltung des Ernte-Altars und die Vorbereitung des Ständerlings.

Text: TK / Fotos: Maria Rehr

70 Jahre St. Clemens... Wahrlich ein Grund zum Feiern!

Das haben wir ausgiebig vom 16. - 28. Juni 2024 gemacht.

Los ging es mit dem Tag der Kinder & Autokino… kleine und große „Rennfahrer“ konnten auf dem Kirchplatz-Parcours mit ihren Fahrzeugen ihr Können zeigen. Von einer Waschstraße über eine Berg-und-Tal-Fahrt, Slalom und Dosenwerfen war alles dabei. Im Anschluss wurde im Gemeindehaus ein Film gezeigt, dazu durfte natürlich reichlich Popcorn nicht fehlen.

In der Woche darauf ging es dienstags weiter mit dem Segnungsgottesdienst. Er war sehr gut besucht und was Segen überhaupt ist, wurde für alle spürbar. Anschließend gab es ein reichhaltiges Frühstück im Gemeindehaus. Bernhard Bacsgony und Gerhard Mann berichteten mit Bildern und Geschichten von früheren Zeiten.

Am Samstagabend gab es in der Evangelischen Ulrichskirche ein festliches Holzbläser-Konzert. Zahlreiche Menschen lauschten den wunderschönen Klängen der Musiker, die mit viel Leidenschaft und Herzblut gespielt haben.

Am Sonntag war dann der große Festtag. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, als der große Festgottesdienst mit Zelebrant Pater Chidi begann. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Schola Renningen begleitet.
In einem Zwiegespräch zwischen Barbara Bartholomäi, Gewählte Vorsitzende des aktuellen KGR, sowie Winfried Jauch, stellv. Gewählter Vorsitzender der letzten Dekade, gab es einen historischen Rückblick auf die Entstehung und den Bau unserer Kirche. Was viele nicht wussten: St. Clemens ist eine Gründerkirche: nahezu baulich unverändert und noch heute annähernd so wie damals, mit vielen tausend Stunden Eigenarbeit der Heimatvertriebenen, erbaut.
Neben der Einführung eines neuen Ministranten und der Verabschiedung unseres langjährigen Organisten Stefan Gering & seiner Familie wurden noch Grußworte von Andreas Pröllochs, stellv. für die Gemeinde Weissach, und Pfarrer Thomas Nonnenmann, stellv. für die Ökumene, gesprochen. Anschließend gratulierte Pater Gasto der Kirchengemeinde und erinnerte an die Glaubenssituation der Gründergeneration; und meinte, dass es auch in 70 Jahren sicher noch Kirche geben wird. Danach lud er alle zum gemeinsamen Essen und Verweilen auf dem Kirchplatz ein.

Am Nachmittag folgte ein buntes Programm für Kinder sowie Tanzaufführungen für klein und groß. Am Sternsinger-Stand gab es einen Rückblick auf die Arbeit der letzten Jahre (2026 ist das 60-jährige Bestehen) und die Kinder konnten Kronen basteln, ein Kinder-Quiz machen und Flaggen der Welt ausmalen.

Ein Highlight zum Schluss der Feierlichkeiten war das P.U.S.H Konzert. Die Jugendlichen haben mit dem Spielen christlicher und weltlicher Lieder das Publikum begeistert. Auch das Ambiente mit Lichttechnik und Nebelmaschine sorgte für eine besondere Atmosphäre in der Kirche. Es kamen viele Spenden für das Kinderheim Dogodogo in Tansania zusammen und nach dem Konzert klang die Festwoche mit einem gemeinsamen Umtrunk im Gemeindehaus aus.

Wir sagen D A N K E an A L L E fleißigen und engagierten Helfer, die dazu beigetragen haben, dass wir 70 Jahre St. Clemens so ausgiebig feiern konnten. Ein ganz besonderer Dank geht an Barbara Benzing (stellv. für den Festausschuss), die für den reibungslosen Ablauf am Festtag sorgte, sowie Barbara Bartholomäi, die in vielen Stunden im Archiv die Anfänge der Kirche recherchiert hat. D A N K E der italienischen Gruppe für ihre Unterstützung am Festtag sowie allen Kuchenbäckerinnen, Küchendamen, Spül- und Bastelhelfern, Auf- und Abbauhelfern...

Und auch Ihnen, liebe Gemeinde, sagen wir von Herzen D A N K E für all Ihre großzügigen Spenden. Wir unterstützen damit das Kinderheim Dogodogo in Tansania, das Kinderwerk in Lima sowie den Bruder von Pater Chidi in Nigeria, der sehr schwer erkrankt ist.

Bericht: Sandra Radermacher